Windräder in Wäldern – ein schwieriges Thema

  • Veröffentlicht am: 7. Februar 2020 - 15:07
Windpark, Foto: wikipedia

Windräder in Wäldern – ein schwieriges Thema

Mit dem Vorschlag Windräder in Waldgebieten aufzustellen ergeben sich für die Grünen in der Region Fragen. Ulrich Schmersow, Umweltpolitischer Sprecher dazu: „Wälder könnten unsere letzten naturnahen Landschaften sein, wenn wir sie natürlich entwickeln lassen. Sie werden dann viel klimastabiler und zudem zu wichtigen CO²- Senken. Sollen die alten Fehler der Forstwirtschaft wiederholt werden und geschädigte Monokulturen mit exotischen Baumarten wie Douglasien aufgeforstet werden? Wir sagen Nein!

Gegen die Aufforstung mit Exoten spricht auch der gemeinsame Beschluss der Regionsversammlung „Klima in Not“ mit dem Förderprogramm  zur  klimafreundlichen  Entwicklung von Waldflächen.

Windenergieanlagen im Wald bedeuten schwerlastfähige Straßen dorthin und große Versiegelungen für dauerhafte Aufstellflächen für Krane an den WEA.

„Den kränkelnden Wald durch den Bau von Windenergieanlagen weiter zu belasten ist genau der falsche Weg. Damit wird der Weg in einen naturnahen Waldumbau verhindert,“ so Schmersow.

Deshalb schlagen die Grünen der Region vor, bei den alten Abstandsregelungen von 600-800 m zu bleiben, sich weiterhin für die Modernisierung der Flugsicherung einzusetzen und die Bürger*innen vor Ort an den WEA zu beteiligen. „Die Auflagen für den Einsatz von kleinen privaten Windrädern sind in keinem Bundesland so hoch wie in Niedersachsen. Diese Hürden müssen fallen,“ sagt Ute Lamla, Klimapolitische Sprecherin der Grünen Regionsfraktion.

Waldschutz ist Klimaschutz und darf nicht gegen Windenergie ausgespielt werden. „Eine Kette von Windenergieanlagen auf dem Deisterkamm wird die Akzeptanz in der Bevölkerung für diese Energieform sicher nur weiter nur schwächen. Genau das wollen wir nicht! Daher gehen die Vorschläge der niedersächsischen Landesregierung in eine falsche Richtung“, so Schmersow.

 

Ansprechpersonen:

Umwelt - und Klimaschutzpolitiker*innen:

Ulrich Schmersow und Ute Lamla