Konventionelle Landwirtschaft = vergiftetes Wasser ?

  • Veröffentlicht am: 13. Juli 2018 - 9:27
Gülle in einem Güllesilo, Foto: wikimedia

Untersuchungen von Brunnenwasser in Burgwedel (NP-Bericht vom 11.07.) des VSR-Gewässerschutz haben gefährlich hohe Nitratwerte gemessen.

In Otze und Engensen-Ost wird dringend davon abgeraten, Brunnenwasser zu verwenden oder zu trinken.

„Mit dem Hinweis aus dem Umweltministerium, dass ja unser Trinkwasser sauber sei und man jetzt vermehrt Wasserproben untersuchen möchte, ist es aber nicht getan“, so der umweltpolitische Sprecher der grünen Regionsfraktion Hannover Ulrich Schmersow. „Schon lange ist bekannt, dass die Grundwasserqualität unter der intensiven Landwirtschaft durch zu viel Dünger leidet und so langsam aber sicher zum Giftwasser wird. Die Massentierhaltung mit ihrer Gülleproduktion gibt dem Wasser und der Natur den Rest

Ulrich Schmersow schlägt vor, die Mittel für den Vertragsnaturschutz erheblich zu erhöhen.

Damit würden die Landwirte finanziell belohnt, die auf den Chemiecocktail verzichteten und sich umweltverträglicher verhalten. Darüber hinaus sollten sie durch Beratung ermutigt werden, ihre Betriebe von konventioneller Landwirtschaft auf umweltschonende oder ökologische Bewirtschaftung umzustellen.

Außerdem könne die Region als untere Wasserbehörde ihre Maßnahmen zum Wasserschutz durchaus verstärken. Mehr Gewässerrandstreifen, Renaturierungsmaßnahmen und eine striktere Überwachung wirken sich messbar positiv aus. „Für unser Grundnahrungsmittel Nummer Eins sollten uns alle Anstrengungen und Mittel wert sein!“ fasst Ulrich Schmersow die Situation zusammen.

Ansprechpartner für Rückfragen:

Ulrich Schmersow, Umweltpolitischer Sprecher Bündnis 90/Die Grünen, Regionsfraktion Hannover,