Region Hannover: Grüne zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

  • Veröffentlicht am: 25. November 2019 - 10:33
Mitmachaktion "Wir brechen das Schweigen", Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" 08000 116 016

PM Grüne in der Region Hannover zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

 

Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen jährt sich am 25. November dieses Jahres zum 20. Mal. Er ist Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen.

„Wir möchten auch an diesem 20. Gedenktag daran erinnern, dass häusliche Gewalt erhebliche gesundheitliche Belastungen für die betroffenen Frauen und Kinder ist. Das Miterleben von Gewalt bleibt für Kinder nie ohne Auswirkungen!“ so die Gleichstellungpoltische Sprecherin der Grünen Regionsfraktion, Nicole van der Made.

 

Die Auswirkungen häuslicher Gewalt belasten die Betroffenen teilweise lebenslang. Die Kosten für die Gesellschaft, beispielsweise für Funkwageneinsätze, Verwaltung, Haft und die medizinische Erstversorgung beziffern sich in Niedersachsen auf rund vierhundert Millionen Euro (Quelle: Häusliche Gewalt Kostenstudie für Deutschland, Prof. Dr. Sylvia Sacco.) „Die Kostenperspektive zeigt auf, dass jeder eingesetzte Euro zur Prävention eine Investition ist, die Gewalt unterbindet und damit hilft Leid zu vermeiden und so immense Folgekosten einspart.“ führt Frau van der Made weiter aus.

 

Jede 3. Frau in Deutschland erlebt Gewalt in ihrer eigenen Familie. „Es sollte eine gemeinsame Aufgabe von uns allen sein zu erkennen, welche Strukturen unserer Gesellschaft Gewalt begünstigen“. Auch deswegen ist es wichtig, dass im Gesundheitswesen tätige Personen sich aller Arten von Gewalt bewusst sind. Verbrühungen und Prellungen sind zum Beispiel leichter festzustellen als Beschimpfungen, Erniedrigungen oder ein Lächerlichmachen. Demütigungen, Bedrohungen oder Ausgrenzung - das sind die Formen psychischer Gewalt und sie sind nicht minder belastend für die Opfer.

 

Ein großes Problem ist, dass viele gewaltbetroffene Frauen schweigen, weil sie sich schämen, Angst haben und/oder nicht wissen, wo sie Unterstützung erfahren können. Die Aktion: „Wir brechen das Schweigen“ vom Bundesministerium für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben weist mit vielen Aktionen #schweigenbrechen auf das Thema hin und bietet mit dem bundesweiten Hilfetelefon 08000 116 016 Lösungen an.

 

 

Ansprechperson ist die Gleichstellungspolitische Sprecherin, Frau Nicole van der Made unter