Grüne und FDP fordern Verbesserung des KurzstreckenTickets

  • Veröffentlicht am: 18. Januar 2017 - 11:00
S-Bahn © Grüne Regionsfraktion

Die Fraktionen von FDP und Bündnis 90/Die Grünen in der Regionsversammlung fordern eine Steigerung der Attraktivität bei Bus und Bahn. In einem interfraktionellen Antrag soll die Region Hannover prüfen, wie und mit welchem Aufwand die Einführung und Verbesserung des GVH-KurzstreckenTickets im S-Bahn-Netz, im Stadtbahn-Netz sowie im Busnetz realisierbar sein kann.

Um die Attraktivität der Verkehrsangebote des Öffentlichen Personennahverkehrs weiter zu verbessern, befürworten die Fraktionen von FDP und Bündnis 90/Die Grünen die Einführung von Kurzstreckentickets unter Erweiterung der folgenden Geltungsbereiche: Bei der S-Bahn soll eine Nutzung für eine Strecke bis zur ersten Haltestelle nach dem Einstieg möglich werden, bei der Stadtbahn bis zur vierten Haltestelle nach dem Einstieg, bei den Bussen der üstra AG im Stadtgebiet Hannovers sowie bei der regiobus GmbH im Umland Hannovers bis zur siebten Haltestelle nach dem Einstieg sowie bei den Sprinterlinien der regiobus GmbH bis zur vierten Haltestelle nach dem Einstieg.

Mit der Umsetzung dieses Änderungsantrags soll die Regionsverwaltung beauftragt werden zu prüfen, auf welche Weise und mit welchem finanziellen Aufwand diese neuen Angebote zur Ausweitung der Nutzung von Kurzstreckentickets im GVH innerhalb des Gebietes der Region Hannover realisiert werden können. Der gemeinsame Änderungsantrag bezieht sich auf einen in der letzten Sitzung des Verkehrsausschusses der Region behandelten Antrag der FDP-Fraktion mit der Forderung nach Einführung eines Kurzstreckentickets bei der S-Bahn. Während es im S-Bahn-Verkehr ein solches Angebot bisher noch nicht gibt, besteht derzeit die Möglichkeit zur Nutzung eines Kurzstreckentickets zum Preis in Höhe von 1,50 € nur im Busverkehr, bei dem es bisher zur Fahrt von fünf Stationen berechtigt, sowie bei der Stadtbahn, bei der die Fahrgäste mit dem Kurzstreckenticket drei Stationen fahren können.

„Im ÖPNV steigen die Fahrgastzahlen seit Jahren kontinuierlich an. Die Angebote sind untereinander gut abgestimmt und die Verbindungen werden immer weiter vernetzt. Wir sehen in der Erweiterung des Gültigkeitsbereichs bei den Kurzstreckentickets ein großes Potenzial, neue Kunden im ÖPNV hinzuzugewinnen“, betont die Vorsitzende der FDP-Fraktion Region Hannover Christiane Hinze und Brigitte Nieße, Vorsitzende der Regionsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen ergänzt: „Viele Menschen, die sonst für bestimmte Fahrten lieber das Auto nutzen, könnten zum Umstieg auf den ÖPNV durch vergleichsweise schnellere Verbindungen und verkürzte Fahrtzeiten bei gleichzeitig attraktiveren Fahrpreisen motiviert werden.“

Die Fraktionen von FDP und Bündnis 90/Die Grünen werden im Verkehrsausschuss der Region Hannover am Donnerstag, den 19.01.2017, ihren gemeinsamen Änderungsantrag vorstellen und um Zustimmung der anderen Fraktionen und Mitglieder im Fachausschuss werben.

Gez. Brigitte Nieße
Vorsitzende Regionsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Gez. Christiane Hinze
Vorsitzende FDP-Fraktion Region Hannover