Energiewende wird schachmatt gesetzt

  • Veröffentlicht am: 30. August 2018 - 10:02
Windräder (Bereisung AUK) © Grüne Regionsfraktion

Grüne fordern Ausbau der Windenergie in der Region Hannover

„Wir erwarten vom Minister und der Regierung klare Maßgaben und Vorgaben, die den Bau bzw. das Repowering von Anlagen ermöglichen“, sagt Ute Lamla, Klimaschutzpolitische Sprecherin der Regionsfraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN. „Durch das Gebaren der Deutschen Flugsicherung können derzeit auf 60 Prozent der ausgewiesenen Vorrangflächen für Windenergie in der Region Hannover keine Windräder gebaut werden.“

Auf einem internationalen Luftfahrtgipfel Anfang Oktober will Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) zwar Lösungen für das anhaltende Chaos am deutschen und europäischen Himmel finden. Aber es wird wohl nicht um eine neue Flugsicherungstechnik, die das Repowering bzw. den Bau neuer Windanlagen in der Region ermöglichen würde, gehen.

„Statt Maßnahmen zu ergreifen, die die Energiewende und damit den Ausbau der Windenergie vorantreiben würden, kümmert sich der Minister lieber um Flugverspätungen“, sagt Lamla.

In der Region Hannover wird derzeit an verschiedenen Orten der Ausbau erschwert bzw. unmöglich gemacht. „In Neustadt betrifft dies neun von zehn Vorrangflächen“, erläutert Lamla.

Konkret geht es dabei um den Sicherheitsradius von Funkfeuern. Dieser beträgt beim Nienburger Funkfeuer derzeit 15 Kilometer. Das Angebot der Windenergiebranche, das alte Funkfeuer auf eigene Kosten durch ein modernes zu ersetzten, hat die Deutsch Flugsicherung ausgeschlagen. Ein moderneres Funkfeuer hätte einen deutlich geringeren Sicherheitsradius. So wird der Ausbau auf Flächen mit denen die Bürgerinnen und Bürger einverstanden sind, verhindert.

Und die Zeit drängt, denn Solarstrom braucht eine 100-fache und Windenergie eine 10-fache Steigerung zu 2010, um die Energieversorgung der Region Hannover klimaneutral zu machen. 

„Deswegen fordern wir den Verkehrsminister auf, die Flugsicherung nicht als Instrument zur Verhinderung von Windenergie zu missbrauchen“, ergänzt Ulrich Schmersow, Umweltpolitischer Sprecher der Grünen Regionsfraktion.

 

Ansprechpersonen für Rückfragen:

die Klimaschutzpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Grüne in der Regionsversammlung Frau Lamla  und der Umweltpolitische Sprecher Herr Schmersow