100 Jahre Frauenwahlrecht

  • Veröffentlicht am: 12. November 2018 - 18:08
Nicole van der Made, © Foto: Brauers

100 Jahre Frauenwahlrecht 

"… ja, darüber freuen wir uns. Wir würden aber nicht nur gern ein passives Recht ausüben, sondern auch aktiv dieses Wahlrecht ausgestalten. Und wie sehen die Bedingungen für Frauen aus? Die Zahlen der nicht nur ehrenamtlich tätigen Frauen in der Politik, übrigens egal in welchem Parlament, liegen noch lange nicht bei 50 % ! Frauen in die Politik? Prima! Wann finden denn Sitzungen statt? Gibt es eine Kinderbetreuung? Ach ja, Stillen ist ja jetzt tatsächlich gestattet." so beschreibt Nicole van der Made, gleichstellungspolitische Sprecherin der Grünen Regionsfraktion, die Situation engagierter Frauen.

Gleichstellung ist Aufgabe des Landes, der Gemeinden und der Landkreise, aller Ressorts, Behörden und Dienststellen. Ein neues Niedersächsisches Gleichberechtigungsgesetz sollte für eine durchgängig geschlechterparitätische Besetzung von Stellen im öffentlichen Dienst sorgen – auch in der Führungsebene, die zielgerichtete Förderung von Frauen und mehr Transparenz durch die Verpflichtung, vakante Stellen öffentlich auszuschreiben. Auf Grundlage des Masterplans “Geschlechtergerechtes Niedersachsen” haben wir  GRÜNE schon viel erreicht: Wir haben dafür gesorgt, dass jedes Ministerium dazu verpflichtet wird, zielgerichtete Maßnahmen für mehr Frauenbeteiligung auf den Weg zu bringen. Und wir setzen uns weiterhin dafür ein, durch „Gender Budgeting“ dafür zu sorgen, dass bei allen Entscheidungen insbesondere die jeweiligen Auswirkungen auf Frauen berücksichtigt werden.

Wir fordern schon ewig die gleichberechtigte Teilhabe der Frauen in der Politik und gehen selbst mit gutem Beispiel voran. Die Frauen stellen die Hälfte der Bevölkerung, das muss sich in der Machtverteilung widerspiegeln.

„Freiwilligkeit war gestern. Ein Paritégesetz muss jetzt auf den Weg gebracht werden!“ fordert Nicole van der Made. Parlamente müssen mindestens zur Hälfte mit Frauen besetzt werden.“

 

Ansprechperson für Rückfragen:

Nicole van der Made, gleichstellungspolitische Sprecherin der Grünen Regionsfraktion