PolitikerInnen radeln für die Regionale Naherholung

  • Veröffentlicht am: 10. September 2004 - 11:11

Mit einem AKTIONSTAG appellieren Politiker/-innen von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aus der Regionsversammlung an alle Verantwortlichen, die Zukunft der regionalen Naherholung zu sichern.

Initiatoren der Veranstaltung sind die grüne Vorsitzende des Umweltausschusses Brigitte Nieße und der umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Wolfgang Schiemann.

Am Freitag dem 10. September 2004 fährt die Gruppe ab 13 Uhr mit dem Fahrrad von der Hindenburgschleuse in Anderten am Mittellandkanal nach Sehnde.

Brigitte Nieße erläutert das Ziel der Aktion: "Die regionale Naherholung ist wie kein anderer Fachbereich der Region Hannover von Kürzungen betroffen. Das hat weitreichende Folgen für die Lebensqualität der Bevölkerung, wirkt sich aber auch negativ auf die von der Naherholung profitierenden Bereiche, wie z.B. Kultur, Naturschutz und Wirtschaftsförderung aus. Auf diese Problematik wollen wir aufmerksam machen."

Exemplarisch für die Bedeutung von regionalen Naherholung ist das Projekt im Straßenbahnmuseum Wehmingen. "Hier wird Naherholung mit Beschäftigungsförderung verknüpft" erläutert Wolfgang Schiemann. "Im Jahr 2004 werden sechs Sozialhilfempfänger in einem gemeinsamen Projekt von Region Hannover, Museumsverein und Sozialamt - unter Zuziehung von europäischen Sozialfondsgeldern - beschäftigt. "

Wichtig ist der Politik in diesem Zusammenhang auch der Aspekt der ehrenamtlichen Leistung im Straßenbahnmuseum Wehmingen, ohne deren Engagement solche Projekte nicht möglich wären.

"Regionale Naherholung dient allen Regionsbewohnern", betont Brigitte Nieße. Projekte wie der Grüne Ring, der Deisterkreisel und die Anlagen (z.B. Wanderstege) am Steinhuder Meer werden von vielen Bewohnern der Region genutzt. "Es ist weder fair, noch finanziell machbar," so Nieße, " die Kosten für diese Anlagen den Anrainerkommunen allein aufzudrücken. Dieser Gerechtigkeitsaspekt hat einst zur Einrichtung der regionalen Naherholung geführt!"

"Vielleicht ist die regionale Naherholung in der Vergangenheit zu wenig betont worden", meint Wolfgang Schiemann. "Wer weiß schon, dass der Zoo zur Region Hannover gehört, dass erhebliche Summen in die Herrenhäuser Gärten und die Niki de St Phalle-Grotte geflossen sind - aber auch in den Park der Sinne in Laatzen und in den Wietzepark in Langenhagen/Isernhagen?"

"Die Regionale Naherholung" auch da sind sich Schiemann und Nieße einig, "muss erhalten bleiben. Nur sie kann übergreifend, vermittelnd und regionsweit Naherholungsprojekte initiierten, verknüpfen und sichern."

Themen: