Grüne: Biologische Anlage optimieren

  • Veröffentlicht am: 18. Mai 2006 - 12:02

Grüne: Biologische Anlage optimieren

"Wir verlangen vom Hersteller, dass er die Biologische Abfallbehandlungsanlage so weit optimiert, dass die Grenzwerte eingehalten werden. Dazu hat er sich vertraglich verpflichtet. Vorher kann die Anlage nicht abgenommen werden," erklärt Dr. Annemarie Schacherer, umweltpolitische Sprecherin der Regionsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen.

Die Biologische Anlage in Lahe, in der aus organikreichem Feinmüll Biogas gewonnen wird, befindet sich noch im Probebetrieb und damit in der Verantwortung der Herstellerfirmen. Derzeit erfüllt das Material, das die biologische Behandlung durchlaufen hat, im Gegensatz zum vergangenen Jahr nicht mehr den vorgeschriebenen Grenzwert. Die Ablagerungsverordnung schreibt vor, dass nur noch behandelter Abfall deponiert werden darf, der fast keine biologisch abbaubaren Stoffe mehr enthält, damit sich keine schädlichen Gase und Sickerwässer mehr bilden können.

Schacherer erwartet in der Aufsichtsratssitzung am 22.5. nähere Informationen über die Ursachen dieser Entwicklung und Verbesserungsmöglichkeiten. "Es geht nicht um die Frage, wohin mit dem Müll, sondern um die Optimierung der Anlage. Die ständige Wiederholung der Grundsatzdebatte Müllverbrennung contra Kalte Rotte hilft nicht weiter. Die Entscheidung, dass die Region sich nicht einseitig von der Müllverbrennung abhängig macht, ist Ende 2002 gefallen," betont Schacherer.

Im übrigen sei die Entsorgungssicherheit gegeben, denn der Output aus der Biologischen Anlage darf während des Probebetriebes auf der Deponie Kolenfeld abgelagert werden. Außerdem wäre die Gebührenerhöhung um keinen Cent geringer ausgefallen, wenn sich die Region für die Verbrennung des gesamten Restabfalls entschieden hätte.

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