Ute Lamla fordert: Tag der Bundeswehr – bitte ohne Verharmlosung des Auftrags!

  • Veröffentlicht am: 1. Juni 2018 - 13:35
Ute Lamla © Brauers

Die von der UN erarbeitete Kinderrechtskonvention von 1992 regelt in Artikel 1, 2 und 3 die Belange der Kinder im Verhältnis zum Militär. Die Konvention spricht sich gegen Werbekampagnen mit Kindern und gegen die Rekrutierung unter 18 Jahren aus. Die Kinderkommission des Deutschen Bundestages, der Mitglieder aus der CDU, SPD, Grüne und Linke angehören, unterstützt dieses Anliegen. Leider findet dies noch immer keine Berücksichtigung in der deutschen Gesetzgebung. So sind auf Werbefotos für die Veranstaltung „Tag der Bundeswehr“ Kinder, auch Kleinstkinder, zu sehen, Kinder benutzen Panzer als Klettergerüste und nehmen Waffen in die Hand.
Die Bundeswehr hat einen besonderen Auftrag, den wir Grüne anerkennen. Dieser steht in besonderer Verpflichtung und Verantwortung unserer demokratischen Gesellschaft. Information und Transparenz ja, aber Beachtung der Kinderrechtskonvention der UN sowie Durchsetzung gehören dazu. "Krieg darf nie wieder zur „normalen“ Option der deutschen Politik und Gesellschaft werden! Wir dürfen uns gedanklich nicht an Militarisierung gewöhnen“, erläutert Lamla.
Wir sollten den Dialog über die friedensschaffenden Möglichkeiten in den Fokus nehmen. Mit Krieg wird nicht zur Lösung der drängenden globalen Probleme wie Armut, Ungerechtigkeit, Umweltzerstörung und Klimawandel beigetragen, sondern diese Probleme werden nur noch verstärkt.“
Die Grünen wollen nicht, dass die Trennung von Militärischem und Zivilem aufgelöst wird. Dies ist nicht im Sinne unserer demokratischen Gesellschaft. Vor 2011 durften Kinder und Jugendliche nach der damals geltenden Richtlinie für die Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr weder an Handfeuerwaffen noch auf militärischen Großgerät gezeigt werden – „Es wäre das mindeste, dazu zurückzukehren“, fordert die Regionsabgeordnete Lamla. Die Grüne Partei wird sich auch in Zukunft in dieser Weise einmischen.

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