Antrag

Versorgungslage für ungewollt Schwangere verbessern

Wikimedia / Lucas Werkmeister

Selbstbestimmung und Gesundheitsversorgung dürfen nicht von Sprache, Aufenthaltsstatus oder Wohnort abhängen. Das Positionspapier des Runden Tisches Frauen, Mädchen und Gesundheit (März 2025) zeigt deutliche Defizite: zu lange Wartezeiten, fehlende Information, mangelnde Sprachmittlung. Die Region Hannover trägt Verantwortung für eine verlässliche und diskriminierungsfreie Versorgung. Mit den genannten Maßnahmen wird der Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen verbessert, Benachteiligungen werden abgebaut und die Wahlfreiheit für Betroffene gestärkt – im Sinne einer solidarischen und zukunftsfähigen Gesundheitsstrategie.

Beschlussvorschlag

Die Verwaltung der Region Hannover wird beauftragt durch verschiedene Maßnahmen die Versorgungslage für ungewollte Schwangere wesentlich zu verbessern.

Dabei sollen insbesondere folgende Maßnahmen umgesetzt, verbessert und / oder ausgebaut werden.

  1. Transparenz schaffen: Die Regionsverwaltung erstellt regelmäßig eine differenzierte Datenerfassung zur Versorgungslage bei Schwangerschaftsabbrüchen in der Region Hannover.
  2. Zugang zu Information sichern: Auf den Onlineauftritten der Region werden rechtliche, gesundheitliche und praktische Informationen zu Schwangerschaftsabbrüchen mehrsprachig und in leichter Sprache bereitgestellt.
  3.  „Runder Tisch Frauen, Mädchen und Gesundheit in der Region Hannover“ involvieren: Die Region erarbeitet gemeinsam mit dem Runden Tisch ein „Fachnetzwerk Schwangerschaftsabbrüche“, das Beratungsstellen, Kliniken und Praxen vernetzt und Handlungslücken sichtbar macht.
  4.  Sprachmittlung ermöglichen: Es wird geprüft, wie der Sprachmittlungspool der Region auch von Praxen und Kliniken genutzt werden kann, um Hürden für Ratsuchende abzubauen. Dazu werden auch digitale Tools genutzt.
  5. Medizinische Versorgung optimieren: Das KRH soll prüfen, ob Schwangerschaftsabbrüche auch unter örtlicher Betäubung möglich sein können (Wahlfreiheit) und wie Wartezeiten minimiert werden können
  6. Flächendeckendes Angebot fördern: Die Region setzt sich bei der Kassenärztlichen Vereinigung für mehr ambulante Versorgungsmöglichkeiten ein – dies betrifft die medizinische wie auch die psychiatrische Behandlung
  7.  Die Regionsverwaltung erkennt an, dass der Maßnahmenkatalog sich zukünftig noch erweitern kann

Eingereicht am
03. Februar 2026

Behandelt am
offen

Ergebnis
offen

Dokumente
4783 (V) ÄAn