Mit dem Klimainvestitionsprogramm schaffen wir erstmals einen verbindlichen und langfristig finanzierten Pfad zur Klimaneutralität in der Region Hannover. In den kommenden zehn Jahren sollen rund 250 Millionen Euro gezielt investiert werden: in die Wiederherstellung der Natur, in eine sozial gerechte Energiewende und in die klimaneutrale Transformation der Wirtschaft. Die Drucksache dazu wird heute im Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz beraten.
Grundlage ist ein rot-grüner Antrag, mit dem die Verwaltung beauftragt wurde, ein Investitionsprogramm mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2035 aufzustellen. Ziel ist es, Maßnahmen über mehrere Haushaltsjahre hinweg planbar zu machen und Investitionen dort zu bündeln, wo sie besonders wirksam sind.
Klimaschutz braucht klare Schwerpunkte.
– Ute Lamla
Ute Lamla erklärt dazu: „Klimaschutz braucht klare Schwerpunkte und langfristige Planung. Mit dem Investitionsprogramm sorgen wir dafür, dass unsere Klimaziele zu einer dauerhaften Aufgabe für die Region werden – vom Ausbau erneuerbarer Energien über eine sozial gerechte Wärmewende bis zur Unterstützung unserer Kommunen. Der langfristige Finanzrahmen stellt sicher, dass Haushaltsmittel bis in die 2030er Jahre dort eingesetzt werden, wo sie am wirkungsvollsten sind.“
Ein zentraler Baustein ist der natürliche Klimaschutz. Investitionen in die Wiedervernässung von Mooren, die Renaturierung von Gewässern, in die Hochwasservorsorge sowie in klimaresiliente Strukturen sollen dazu beitragen, die Folgen der Klimakrise abzumildern, Risiken zu begrenzen und Schäden vorzubeugen.
Natürlicher Klimaschutz ist besonders wirksam.
– Ulrich Schmersow
Dazu sagt Ulrich Schmersow, umweltpolitischer Sprecher: „Natürlicher Klimaschutz ist besonders wirksam. Gesunde Moore, Böden, Wälder und Auen binden Unmengen an CO₂, speichern Wasser und leisten einen wirksamen Beitrag zum Hochwasser- und Hitzeschutz. Mit gezielten Investitionen in unsere natürlichen Ökosysteme stärken wir die Widerstandskraft der Region und reduzieren langfristig Risiken, Schäden und Folgekosten für Mensch und Umwelt.“
Neben dem natürlichen Klimaschutz sind die Umstellung auf erneuerbare Energien sowie die klimaneutrale Transformation der Wirtschaft weitere Schwerpunkte des Programms. Vorgesehen sind unter anderem Investitionen in die Solar-Offensive 2.0, in die energetische Sanierung im sozialen Wohnungsbau, die Wärmeplanung sowie in die Sanierung der Radwege. Der neu aufgestellte Investitionsrahmen ermöglicht es, bestehende Maßnahmen zu bündeln und systematisch mit Fördermitteln von Land, Bund und EU weiterzuentwickeln
Mit der Überführung in eine Beschlussdrucksache wird das Investitionsprogramm nun politisch verankert. Über das Klimainvestitionsprogramm entscheidet die Regionsversammlung in ihrer Sitzung am 21. April.
Anlage
Investitionsprogramm Klima 2035 – 4719 (V) BDs
Aufstellung eines Investitionsprogramms Klima – 3846 (V) Ant (Antrag SPD/Grüne)
Kontakt für Rückfragen

Ulrich Schmersow
Umweltpolitischer Sprecher
ulrich.schmersow@regionsversammlung.de

Ute Lamla
Mitglied im AUK
ute.lamla@regionsversammlung.de