TOP 18: Kooperationsvereinbarung und Finanzierung LIFE RePeat
– Es gilt das gesprochene Wort –
Sehr geehrte Frau Vorsitzende,
sehr geehrter Herr Präsident,
liebe Kirchengemeinde Lehrter Land, Moor for Future,
Interessengemeinschaft Lebendiges Moor und BUND,
sehr geehrte Damen und Herren,
1957 bin ich geboren.
Am Sonntag wurde in Lehrte das Moorerlebnis-Café eröffnet. Eine sehr lehrreiche Ausstellung mit Exponaten aus dem Altwarnbüchener und dem Trunnenmoor sowie mit Tafeln des Moor-Informationszentrums MOORiZ in Resse. Dort gab es eine Infotafel, die den Torfschwund von 1957 bis heute zeigte:
Zwei Meter im Zentrum des Altwarnbüchener Moors.
Zwei Meter Torf haben sich in meiner Lebenszeit in Luft aufgelöst, haben den Klimawandel befeuert.
20 Prozent der Treibhausgasemissionen in der Region Hannover kommen aus der Landschaft – vor allem aus entwässerten Mooren, aus Mooren wie dem Altwarnbüchener Moor.
Um das zu stoppen, ist der natürliche Klimaschutz so wichtig. Moor muss nass sein, wie wir bei der Auftaktveranstaltung zum LIFE-Projekt RePeat „Restoration of Peatlands in the Hannover Region“ am 14. Januar eindringlich gehört haben.
Dann stoppt der Torfverzehr, dann sinken die Treibhausgasemissionen erheblich. Und irgendwann – wenn Torfmoose wieder Torf bilden – entsteht eine CO₂-Senke. Mit dem LIFE-Projekt ist genau dies im Altwarnbüchener Moor, im Trunnenmoor und im Rehburger Moor das Ziel!
Diese Drucksache regelt die Kooperation und die Finanzierung: Land und Region geben für die nächsten zehn Jahre jeweils zwölf Millionen Euro, die Europäische Union zehn Millionen Euro aus Naturschutzmitteln – für 18,4 Quadratkilometer.
Dieses Projekt nutzt aber nicht nur dem Klimaschutz, sondern auch den moortypischen FFH-Lebensräumen mit ihren seltenen und besonderen Arten, wie dem Sonnentau, der Fleisch frisst – allerdings nur Insekten –, oder den männlichen Moorfröschen, die jetzt blau werden. Nicht durch Alkohol, sondern durch Balzstimmung.
Anlage
Kooperationsvereinbarung und Finanzierung LIFE RePeat – 4687 (V) BDs
Kontakt für Rückfragen

Ulrich Schmersow
Umweltpolitischer Sprecher
ulrich.schmersow@regionsversammlung.de