Gender Budgeting: Der lange Weg von der Theorie in die Praxis

  • Veröffentlicht am: 13. Februar 2018 - 13:04
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„In der Regionsversammlung am 15.02.2001 wurde beschlossen Gender Budgeting einzuführen. Schon seit 2003 gab es immer wieder Versuche, für dieses Instrument als Teil des Gendermainstreamings den Weg in Verwaltungsentscheidungen zu öffnen. Jetzt wird endlich ein, wenn auch zaghafter, Schritt in die Praxis versucht “, so Nicole van der Made, gleichstellungspolitische Sprecherin BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN in der Region Hannover.
Im Ausschuss für Gleichstellung wurde am 6.02. 2018 ein Gender-Budgeting Pilotprojekt vorgestellt. Aus dem Bereich Wirtschaft kommt dazu ein praxistaugliches Konzept, dass sich zunächst mit Zuwendungen beschäftigt: Beurteilt wird, ob ein Projekt / Programm explizit auf die Gleichstellung ausgerichtet ist, gleichstellungsfördernde Wirkung hat, den Ist-Zustand reproduziert oder gleichstellungs- negative Effekte hat. Man verspricht sich dadurch Veränderungen bei der Berufswahl, Steigerung existenzsichernder Arbeit, insbesondere für Frauen, eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und mehr Frauen in Führung.
„Für die Zukunft wollen wir, dass Gender Budgeting nicht nur im Wirtschaftsbereich läuft, sondern auch da beachtet wird, wo es hingehört: nämlich überall hin.“ So die Hoffnung von Frau van der Made.